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Motorradreise nach Yellowstone in 20011
Mitte Juni 2011 fuhren wir von Oregon nach
Yellowstone. Es war schönes Wetter und teilweise auch richtig
heiss. Wir hatten natürlich gelesen, dass Yellowstone sehr hoch liegt,
und dass es im vergangenen Winter viel Schnee gegeben hatte. Wir hatten
auch gehört, dass es noch Restschnee geben sollte, was uns zwar etwas
schwer viel zu glauben, da wir auf der Anreise Temperaturen von weit
über 30°C hatten, aber gut. Als wir dann auf dem Campingplatz
eincheckten waren wir doch etwas erstaunt, nicht nur zeigte mein GPS
über 2600m, sondern sie hatten gerade erst neue Plätze freigeräumt,
der Schnee lag stellenweise noch über 1m hoch. Sie ermahnten uns auf
jeden Fall die Bärkisten für unsere Lebensmittel zu verwenden, die
Kisten waren aber irgendwo unter dem Schnee versteckt. Der zugewiesene
Zeltplatz bestand aus einer ca. 2m hohen Schneewand und der Strasse
davor. Wir suchten einen besseren freien Platz und forderten dann einen
Platztausch, was auch genehmigt wurde. Der neue Zeltplatz war zwar auch
nur eine geräumte, geteerte Parkfläche, aber zumindest waren wir von
der Strasse weg. Wir liehen uns eine Schaufel von den Nachbarn und
starteten die Suche nach unserem Tisch und der Feuerstelle. Nach ein
paar "Probebohrungen" hatten wir sie gefunden und begannen mit
der Ausgrabung, Schnee schaufeln im Juni ist ja mal anderes. Die
ersten zwei Nächte waren zwar kalt aber auszuhalten, die dritte Nacht
schneite es dann und es war weit unter dem Gefrierpunkt, so dass wir
froh waren am Nächsten Tag weiterzufahren. Es war ein kaltes, aber auch
ein interessantes Erlebnis im Schnee zu zelten, besonders Mitte Juni.
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Motorradreise rund
um die Adria in 2006
Ich kam morgens über die Grenze nach Albanien von Griechenland, dann
gegen Mittag hielt ich an diesem kleinen Restaurant in Süd-Albanien zum
Mittagessen an. Der Koch, der auch gleichzeitig die Bedienung war,
brachte mir die handgeschriebene Speisekarte, die ich natürlich nicht
lesen konnte. Nach einem kurzen Sprachenwirrwahr (ich in deutsch und
englisch, er in albanisch und sonstwas) stellten wir fest, dass wir keine gemeinsame Sprache
fanden. Daraufhin nahm mich
der Koch mit in die Küche und öffnete alle Töpfe. Es sah alles gut
aus und roch auch gut, aber ich wusste immernoch nicht wirklich was es
war. Dann zeigte der Koch auf einen Topf und sagte "Määh",
zeigte auf einen anderen und sagte "Muuh", nachdem wir beide
gut gelacht hatten, bestellte ich Muuh mit Reis -- hat sehr gut
geschmeckt!
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Motorradreise durch den Südwesten
der USA in 2005
Ich hatte mein Motorrad nach Los Angeles verschifft für eine
6-wöchige Motorradtour durch den Westen. Nach knapp einer Woche, Mitte
Mai, war ich dann in Las Vegas in Nevada bei 40ºC. Es war nicht nur
heiss, sondern ich stand stundenlang im Verkehrsstau in der Stadt. Ich
merkte, dass die Öltemperatur des luftgekühlten Motors immer weiter
anstieg. Also habe ich den Motor ausgemacht sobald ich wieder stand, um
weiteres Überhitzen zu vermeiden. Das gelang aber nur bedingt, da durch
das ständige starten die Batterie schwach wurde. Als ich endlich eine
Seitestrasse mit weniger Verkehr fand und dort abbog stand das Ölthermometer
auf geschätzte 160ºC (die Anzeige hört bei 140ºC auf und hat bei
120ºC einen roten Strich). Ihr fragt jetzt natürlich warum ich nicht
früher angehalten habe, das war aber leider nicht möglich, da
Bürgersteige sehr hoch, oder sogar eingezäunt sind und ein Anhalten
auf einer 4-spurigen Strasse einfach nicht ist. nachdem ich dann in der
Seitenstrasse angehalten hatte und der Motor abgekühlt war, fuhr ich
auf Seitenstrassen aus der Stadt. Zwei Tage später war ich dann kurz
vor Flagstaff in Arizona als ich das schlimmste Motorengeräusch hörte,
das ich je gehört habe. Ca. 20 km später war ich dann in der Stadt und
fand auch direkt eine Honda Werkstatt, die sogar an diesem Sonntag
geöffnet hatte. Da die Honda NX650 Dominator nur für 2 Jahre in den
80er Jahren in den USA verkauft wurde hatte niemand hier je so ein
Motorrad gesehen, bis dann ein alter Mechaniker kam. Er kannte das
Motorrad und nach der Diagnose gerissener Zylinderkopf wusste er auch
schnell wo er einen neuen per Expressversand besorgen konnte. Somit war
ich dann 3 Tage später wieder auf Achse. Vielen Dank! Das furchtbare
Geräusch war übrigens ein Ventilsitz, der durch den gerissenen
Zylinder rausrutschte und dann vom Ventil wieder reingedrückt wurde.
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Motorradreise nach Island
in 2002
Irgendwo in der Mitte von Nirgendwo in Island fing es an zu regnen
(soll ja schon mal vorkommen). Also hielt ich an um meinen Regenkombi
anzuziehen. Da ich mein Portemonnaie im Regenkombi nicht erreichen kann,
ich aber bald tanken musste, nahm ich das Portemonnaie aus meiner
Hosentasche um es in meine kleine Lenkertasche zu packen. Nach ca. einer
Stunde fahrt hörte es wieder auf zu regnen, also hielt ich wieder an um
den Regenkombi auszuziehen. Dann bekam ich fast einen Herzinfarkt als
feststellte, dass mein Portemonnaie nicht in der Lenkertasche war. Ich
hatte es auf meine Gepäckrolle gelegt während ich de Regenkombi anzog,
um es dann in die Tasche zu packen, was ich aber offensichtlich
vergessen hatte. Ich suchte in Panik in allen möglichen und
unmöglichen Stellen auf dem Motorrad, dem Gepäck und meiner Kleidung,
aber es war nicht da. Das Portemonnaie musste also während der Fahrt
runtergefallen sein, und es hatte mein ganzes Geld, Kreditkarten,
Ausweis und Führerschein! Nachdem ich mehrfach "Schei..e!"
gebrüllt hatte, setzte ich mich wieder aufs Motorrad und fuhr die
Strecke im erste Gang zurück, die Augen auf die Piste und den Straßenrand
fokussiert. Als
ich dann endlich in den Bereich kam wo ich den Kombi angezogen hatte,
hatte ich
die kleine Hoffnung das Portemonnaie zu finden schon fast aufgegeben.
Ich beschloss die Strecke auf- und abzufahren bis mir das Benzin
ausgehen würde und dann dort zu zelten bis der nächst vorbeikommen
würde. Dann plötzlich viel mir ein flacher, rechteckiger Stein im
Matsch auf, ich hielt an und hob ihn auf - und es war tatsächlich mein Portemonnaie!
Ich habe noch nie solch einen Freudentanz aufgeführt wie in diesem
Moment, gut dass es keiner gefilmt hat.
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Motorradreise nach Schweden
und Finnland in 2002
Meine Motorradtour sollte im Mai von Deutschland durch Schweden bis
über den Polarkreis gehen, and dann durch Finnland wieder nach Hause.
Durch Schweden hatte ich tolles Wetter, und selbst kurz vor dem
Polarkreis noch 15ºC. Dann schlug das Wetter über Nacht um und es war
plötzlich nur noch 2ºC Höchsttemperatur und regnerisch. Das war zwar
nicht schön, aber ich war auf dieses Wetter vorbereitet, also fuhr ich
weiter nach Norden. Zwei Tage später, ich hatte gerade die Grenze nach
Finnland überquert, wurde es noch deutlich kälter. Die
Tageshöchsttemperatur lag deutlich unter dem Gefrierpunkt und es
schneite stellenweise sehr stark. Ich war schon nach nur einer Stunde
Fahrt so durchgefroren, dass ich meine Finger nicht mehr bewegen konnte.
Ich beschloss so schell wie möglich nach Süden zu fahren, aber nach
drei weiteren Stunden Fahrt konnte ich einfach nicht mehr. Dann sah ich
ein Schild für eine Campinghütte und beschloss sie zu nehmen, der
Preis war egal. Es stellte sich heraus, dass es eine richtige
Luxushütte war, die ich (wohl aus Mitleid) zu einem annehmbaren Preis
bekam. Die Hütte hatte nicht nur eine Heizung, sondern auch eine Sauna!
Ich feuerte die Sauna an und setzte mich rein, bis ich wieder eine
akzeptable Körpertemperatur hatte und ging dann ins Bett, wo ich fast
12 Stunden schlief. Die nächsten zwei Tage fuhr ich dann weiter nach
Süden, wie auf der Flucht, und übernachtete in warmen Hotels, bis die
Temperaturen wieder annehmbar wurden und ich den Heimweg etwas
entspannter fortsetzen konnte.
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Motorradreise zum Nordkap
in Norwegen in 2001
Auf dem Weg zum Nordkap in Norwegen entschloss ich mich kurzfristig
die Fähre von Bodo auf die Lofoten zu nehmen. Die Fähre fährt aber
nur zweimal pro Woche und natürlich nicht als ich ankam. Aber es war
zufällig gerade das Postschiff der Hurtigruten da und es sollte in
wenigen Minute auslaufen. Also schnell ausfindig machen wo ich ein
Ticket kaufen kann und auch ob sie überhaupt Motorräder mitnehmen. Sie
nehmen Motorräder mit und auch Autos solange der Platz ausreicht. Als
ich fragte wo ich das Motorrad aufs Schiff fahren kann zeigten sie nur
auf de Kran. Der Kapitän kam von Bord und inspizierte mein Motorrad auf
Beschädigungen und schrieb diverse Kratzer auf, nach dem Entladen auf
de Lofoten inspizierte er es wieder und ich unterschrieb, dass sie es
nicht beschädigt hatten. Die normale Fähre ist zwar etwas billiger,
aber ich wollte nicht Tage auf sie warten und die Verladung war den
Mehrpreis wert.
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Motorradreise nach Irland
in 2001
Meine Irlandtour war die erste grosse Tour mit meinem neuen Gepäck.
Ich mochte die grosse Tasche, da man zwei kleinere Seitetaschen
runterklappen kann um die Breite des Motorrads zu verringern. Mit einem
zweiten Reisverschluss kann man die Seitetaschen auch ganz abnehmen.
Dies habe ich direkt als Problem erkannt und diese Reisverschlüsse
zugenäht, so dass sie sich nicht während der Fahrt öffnen können.
Auf den sehr schlechten Strassen in Irland und besonders auf den Pässen
muss sich dann aber doch ein Reisverschluss geöffnet haben und ich
verlor eine Seitentasche. Als ich das Fehlen der Tasche merkte fuhr ich
zurück um sie zu suchen, konnte sie aber nicht finden. Somit hatte ich
nicht nur die Seitetasche verloren, sondern auch einen Pullover, eine
Jeans und meinen Regenkombi. Erstaunlicherweise regnete es auf der
restlichen Tour nicht, bis ich dann in England kurz vor der Fähre war,
Glück im Unglück.
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